Vulkanausbruch

Vulkanasche kostet die Wirtschaft fünf Milliarden Dollar

Eine gestrandete Reisende vertreibt sich die Zeit mit ihrem Laptop

Eine gestrandete Reisende vertreibt sich die Zeit mit ihrem Laptop

Die Beeinträchtigung des Flugverkehrs durch die Vulkanaschewolke hat die weltweite Wirtschaftsleistung um rund fünf Milliarden Dollar gedrückt. Das ergab eine Studie von Oxford Economics für Airbus, die in Peking präsentiert wurde.

Nicht nur Passagiere und Fluggesellschaften litten unter der Schliessung europäischer Flughäfen nach dem Vulkanausbruch auf Island am 14. April. Der Ausfall traf auch Unternehmen, die bei Versorgung und Absatz von der Luftfracht abhängig sind. Kenias Blumenbauern konnten ihre Ware nicht in Europa absetzen, deutschen BMW-Werken und koreanischen Handyherstellern fehlten Kleinteile.

Die Aschewolke aus dem isländischen Vulkan Eyjafjalla hatte vor allem den Luftverkehr über Europa beeinträchtigt. Vom 15. bis 21. April fielen mehr als 100'000 Flüge in Europa aus. Die Fluggesellschaften verloren netto 2,2 Mrd. Dollar, so die Studie. Die Reisenden gaben demnach 1,6 Mrd. Dollar weniger aus. Produktivität im Wert von fast einer halben Milliarde Dollar sei verloren gegangen, weil Arbeitskräfte auf Flughäfen gestrandet waren.

In der schlimmsten Woche summierten sich die wirtschaftlichen Verluste in Europa auf 2,63 Mrd. Dollar. In Nord- und Südamerika waren es 957 Mio. und in Asien immerhin 517 Mio. Dollar. Weltweit betrugen die Verluste 4,7 Mrd. Dollar. Einschliesslich der danach ausgefallenen 5000 Flüge addieren sich die Verluste auf fünf Milliarden.

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