Die beiden grössten britischen Flughäfen Heathrow und Gatwick wurden in der Nacht zum Montag gesperrt. Zwar konnten sie wieder öffnen, wie die Flugsicherung mitteilte. Jedoch wurden zahlreiche Flüge gestrichen, und Passagiere an den internationalen Drehkreuzen mussten Verspätungen in Kauf nehmen.

In Manchester, Liverpool und Leeds nahmen die Flughäfen nach der Sperre am Wochenende wieder den Betrieb auf. Ebenso konnten irische Flughäfen wieder öffnen. Airports in Teilen Schottlands und Nordirlands blieben dagegen weiter geschlossen.

Auch die Schweizer Flughäfen bekamen die erneuten Behinderungen zu spüren. Am Zürcher Flughafen wurden 13 Ankünfte und 13 Starts annulliert, wie Sprecherin Sonja Zöchling auf Anfrage sagte. Am EuroAirport mussten laut Sprecherin Vivienne Gaskell zehn Flüge von und nach Basel gestrichen werden. Am Flughafen Genf fielen etwa 15 Flüge aus.

Betroffen waren Verbindungen nach London, Birmingham, Manchester, Dublin, Edinburgh und Amsterdam. Die Europäische Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol rechnete europaweit mit rund 1000 Flugausfällen.

Wind aus Nordwest hatte die Vulkanasche in Richtung Irland und Grossbritannien geweht. Meteorologen erwarteten jedoch einen baldigen Wechsel der Windrichtung. Die britische Wetterbehörde erklärte, die Wolke werde wohl am Dienstag Grossbritannien verlassen, da Wind aus Südwest aufkomme.

Obwohl sich die Aschewolke in der Nacht auf Dienstag wieder Richtung Schweiz ausbreitet, erwartet das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) keine Behinderungen im Schweizer Luftraum. Da die Wolke eine geringe Dichte aufweist, kann der Luftraum voraussichtlich offen bleiben.