Dies teilte VW am Donnerstag mit. 2010 hatte der Gewinn noch 1,9 Mrd. Euro betragen. Der Umsatz stieg um 25,8 Prozent auf 77,8 Mrd. Euro. In der ersten Jahreshälfte verkaufte VW weltweit über vier Millionen Autos, 14,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum.

Im Gesamtjahr will Volkswagen Umsatz und Ergebnis des Vorjahres deutlich übertreffen, erwartet wegen Zins- und Wechselkurseffekten sowie wegen der hohen Rohstoffpreise aber eine etwas schwächere Entwicklung im zweiten Halbjahr.

Audi verdoppelt Gewinn im ersten Halbjahr

Die VW-Tochter Audi vermochte ihren operativen Gewinn im ersten Halbjahr gar zu verdoppeln. Das Ergebnis wuchs zwischen Januar und Juni auf rund 2,5 Mrd. Euro, wie Audi am Donnerstag bekannt gab.

In den ersten sechs Monaten 2010 standen noch 1,2 Mrd. Euro in den Büchern. Damit trugen die Ingolstädter erneut den grössten Batzen zu den Gewinnen des Mutterkonzerns bei. Der Umsatz kletterte um 22,5 Prozent auf 21,5 Mrd. Euro.

Der Oberklassehersteller verkaufte im ersten Halbjahr insgesamt weltweit 762'000 Autos, in Asien und speziell in China brummen die Geschäfte weiter. Die kompletten Zahlen will das Unternehmen am Freitag vorlegen.

Rückläufige Zahlen bei Renault

Weniger stark sind derweil die Zahlen von Renault. Die Folgen des Japan-Bebens und hohe Rohstoffkosten versetzten dem französischen Konzern einen Rückschlag auf dem Weg zu mehr Rentabilität. Der Betriebsgewinn brach im ersten Halbjahr um 20 Prozent auf 630 Mio. Euro ein.

Dies teilte Renault Konzern am Donnerstag mit. Der Umsatz legte im ersten Halbjahr um 7,3 Prozent auf 21,1 Mrd. Euro zu. Der Netto-Gewinn betrug 1,2 Mrd. Euro. Die Produktionsausfälle nach dem Jahrhundertbeben in Japan drücken das Ergebnis des französischen Autokonzerns auch noch in der zweiten Jahreshälfte.

Nach einer Belastung von 150 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten gehe der Konzern von weiteren 50 Mio. Euro bis zum Ende des Jahres aus, teilte Renault mit. Die höheren Rohstoffkosten hätten nicht vollständig durch Kostensenkungen aufgefangen werden können.

Hyundai übertrifft die Konkurrenz

Vom Beben in Japan indirekt profitiert hat der südkoreanische Autobauer Hyundai Motor. Dieser konnte der dortigen Konkurrenz Marktanteile abnehmen. Der weltweite Branchenfünfte steigerte im vergangenen Quartal erneut seinen Absatz, diesmal um 13 Prozent auf einen Rekordstand von 1,04 Millionen Fahrzeugen.

Auf dem wichtigen US-Markt vergrösserte der Konzern dank einer Reihe von neuen Modellen seinen Anteil auf 5,5 von 4,7 Prozent vor einem Jahr. Da sich die japanischen Konzerne jedoch schneller von den Produktionsstörungen nach der Katastrophe erholen als zunächst gedacht, drohen die Südkoreaner im laufenden Quartal wieder stärker unter Druck zu kommen.