So werde die Vorzugsaktie des Konzerns aus den sogenannten Sustainability-Indizes des Dow Jones für Europa und weltweit entfernt, teilten die Betreiber S&P Dow Jones Indices und RobecoSAM am Dienstag mit.

In ihren auf Nachhaltigkeit ausgelegten Kursbarometern sollen jeweils die Unternehmen einer Branche enthalten sein, die sowohl unter ökonomischen Gesichtspunkten als auch mit Blick auf ihre Umweltverträglichkeit sowie soziale Kriterien führend sind.

Im Fall von VW habe man die Situation neu beurteilt, hiess es unter Verweis auf den Diesel-Skandal. Umgesetzt werden soll die Veränderung zum Handelsschluss in Frankfurt am 5. Oktober.

Unterdessen sieht der neue Volkswagen-Chef Matthias Müller den Umbau des Konzerns als Chance für einen Neubeginn. "Für mich ist die neue Konzernstruktur der erste Schritt und die Basis für eine Modernisierung von Volkswagen", sagte Müller seinem Redemanuskript zufolge am Montagabend vor VW-Managern.

"Das gilt besonders für Wolfsburg", fügte der frühere Porsche-Chef hinzu. Die Marke VW solle künftig genauso unabhängig vom Konzern geführt werden wie Audi und Porsche.

Weichen stellen

Der Aufsichtsrat hatte Müller am Freitag zum Nachfolger für den in dem Abgasskandal zurückgetretenen Konzernchef Martin Winterkorn ernannt. Zugleich stellte das Gremium die Weichen für einen Konzernumbau. Dabei solle die Marken mehr Verantwortung für Vertrieb und Produktion in den einzelnen Regionen bekommen.

Müller sagte zudem, der Konzern stehe bei der Aufklärung des Abgasskandals nicht allein. Die Familien Porsche und Piëch als Grossaktionäre sowie das Land Niedersachsen stünden zu Volkswagen.

In der nach Unternehmensangaben weltweit in alle Standorte des Konzerns übertragenen Rede kündigte Müller zudem an, dass Volkswagen im Oktober den zuständigen Behörden technische Lösungen präsentieren werde, um die Manipulation von Abgaswerten zu beenden.

Die betroffenen Kunden sollten bereits in den kommenden Tagen informiert werden, dass das Abgasverhalten ihrer Fahrzeuge in Kürze nachgebessert werden müsse. Weltweit sollen bis zu elf Millionen Diesel-Fahrzeuge manipuliert worden sein.