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Visana mit mehr Versicherten - Gewinn deutlich gesunken

Logo der Krankenkasse (Archiv)

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Die Krankenkassen- und Versicherungsgruppe Visana hat 2008 unter unerwartet stark gestiegenen Gesundheitskosten und der Finanzkrise gelitten. Erstmals fiel das Finanzergebnis negativ aus. Dennoch blieb die Visana anders als einige Konkurrenten in den schwarzen Zahlen.

Die Visana-Gruppe sei positiv unterwegs, in einem allerdings schwierigen Umfeld, bilanzierte Konzernchef Peter Fischer vor den Medien in Bern. Die verdienten Prämien stagnierten auf 2,136 (Vorjahr: 2,135) Mrd. Franken.

Die Versicherungsleistungen nahmen hingegen deutlich um 4,6 Prozent auf 2,263 Mrd. Fr. zu. Der Visana gelang es dank Kostenkontrolle und neuer IT-Systeme, den Versicherungsaufwand um 5 Prozent auf 2,101 Mrd. Fr. zu drücken.

Während sich das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte, resultierte erstmals ein negatives Finanzergebnis. Mit -7,8 Mio. Fr. sei Visana aber mit einem blauen Auge davon gekommen. Der Gewinn sank um 40,6 Prozent auf 23,7 Mio. Franken, wie die Visana bereits im Januar vorab bekannt gegeben hatte.

Das Ergebnis in der Grundversicherung ging leicht von 0,8 auf 0,7 Mio. Fr. zurück. Bei der Sparte Zusatz- und Sachversicherungen sowie Unfallversicherungen reduzierte sich der Überschuss von 39,1 auf 23 Mio. Franken.

2008 stieg die Zahl der Versicherten wieder deutlich. In der Grundversicherung nahm sie um 15,5 Prozent auf 535 100 zu. Die Gesamtversichertenzahl erhöhte sich um 8,3 Prozent auf leicht über 1 Million.

Auf 2010 wird aber auch die Visana die Prämien deutlich erhöhen. Sie stellt einen Aufschlag von 8 Prozent in Aussicht. Damit liege Visana klar unter dem gesamtschweizerischen Mittel, den das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf 13 bis 14 Prozent veranschlagt habe.

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