Jungunternehmen

Vigier-Preis: Startkapital für fünf technische Wunderdinger

Brunnen im Vigier-Park (Archiv)

Brunnen im Vigier-Park (Archiv)

Fünf Jungunternehmen haben in Solothurn von der Vigier-Stiftung für ihre Entwicklungen je 100 000 Franken Startkapital erhalten. Ausgezeichnet wurden technische Wunderdinger wie eine Linse für Handys, ein Mini-Elektroantrieb und eine Magnetkapsel zum Schlucken.

Das begehrte Startkapital des am höchsten dotierten Förderpreises für Schweizer Jungunternehmer ging an das Zürcher Unternehmen Optotune und den 29-jährigen Chef Manuel Aschwanden. Optotune entwickelte als Weltneuheit eine elastische Linse, wie die W.A. De Vigier-Stiftung mitteilte.

Erstmals sei es gelungen, die Muskelfunktionen des Auges künstlich nachzubilden. Die neue Technologie soll in Handykameras zum Einsatz kommen. Die Linse braucht zum Zoomen weniger Platz als ein konventionelles Objektiv.

Für ein Mini-Antriebssystem mit maximaler Drehzahl erhielt das Zürcher Start-up-Unternehmen Celeroton ein Startkapital von 100 000 Franken. Der Elektromotor erreicht bis zu einer Million Umdrehungen pro Minute.

Dies ist gemäss Vigier-Stiftung ein Weltrekord. Die Entwicklung könne etwa in einem Zahnarztbohrer eingesetzt werden. Preisträger sind die je 31-jährigen Martin Bartholet und Christof Zwyssig.

Finanzielle Schützenhilfe gab die Stiftung auch dem 26-jährigen Jonas Burki. Der Oltner überzeugte die Jury mit seinen riesigen Leuchtanzeigen "SUN_D". Die Anzeigen aus Plexiglasröhren nutzen das Sonnenlicht und kommen fast ohne Strom aus.

Die Vigier-Stiftung prämiert seit 1989 Start-up-Unternehmen pro Jahr mit bis zu einer halben Million Franken Startkapital. Die Stiftung des 2003 gestorbenen Gründers William A. de Vigier beteiligt sich auch mit bis zu zehn Prozent am Aktienkapital der Jungunternehmen. Stiftungspräsident ist Moritz Suter.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1