Insgesamt gaben 12 Prozent der Befragten an, die Kasse wechseln zu wollen, wie eine Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch ergab. Vor Jahresfrist waren es noch 8 Prozent gewesen. Tatsächlich wechselten 2008 am Ende aber 12 Prozent den Versicherer.

Verhalten sich die Versicherten 2009 gleich, dürften 18 Prozent die Kasse wechseln. Das würde 1,3 Millionen Kassenwechseln entsprechen, wie comparis.ch in einer Mitteilung schreibt. Ausschlaggebend dürfte schliesslich das Schreiben der Krankenkasse mit den neuen Prämien sein. Diese Briefe sind dieser Tage im Versand.

Als Grund für die vielen Wechsel macht der Vergleichsdienst eindeutig die überdurchschnittliche Erhöhung der Prämien aus. 70 Prozent der Wechselwilligen gaben dies als Grund an. Nur 8 Prozent nannten schlechten Service. 2007, als bei einem Aufschlag um lediglich 0,5 Prozent der Leidensdruck gering war, wollten nur 5 Prozent der Befragten eine andere Krankenkasse wählen

Besonders wechselwillig zeigten sich in der diesjährigen Umfrage Versicherte mit einer hohen Franchise. 15 Prozent von ihnen wollen bei der bisherigen Kasse abspringen. Grund ist die krasse Prämienerhöhung wegen der gesenkten Rabatte.

Für Versicherte mit einer 2000-Franken-Franchise steigen die Prämien um 20 Prozent, für Erwachsene in der Grundfranchise hingegen um 8,7 Prozent. Damit kommt es bei den hohen Franchisen zu einer wahren Völkerwanderung.

Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Demoscope Ende September und Anfang Oktober bei 1222 Personen in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz durchgeführt.

Die Krankenkassenprämien steigen 2010 landesweit um durchschnittlich 8,7 Prozent.