Über den Verkauf des Spielwarenhändlers Franz Carl Weber wurde schon länger spekuliert. Da sich das französische Mutterhaus Ludendo in finanziellen Schwierigkeiten befindet, stand eine Rückkehr in die Eigenständigkeit bereits Anfang des Jahres im Raum. 

Das Traditionsunternehmen plane, sich vom kriselnden und in Nachlassstundung beflindlichen Mutterhaus abzuspalten – per Management-Buy-out, die Führung wolle die Firmenanteile kaufen, schrieb diese Zeitung im März.

Vier Monate später dann die News: Franz Carl Weber hat neue Besitzer. Doch nur kurze Zeit später macht der Spielwarenhändler einen Rückzieher und zieht die ursprüngliche Medienmitteilung kommentarlos zurück.

In ihr hiess es, dass der derzeitige CEO Yves Burger, der Digitec-Mitgründer und FDP-Nationalrat Marc Dobler sowie der deutsche Spielwarenhersteller Simba Dickie je ein Drittel der Aktien des traditionellen Spielwarengeschäfts kauften. Damit könne das Unternehmen auf unabhängigen Basis weiter bestehen.

Laut Mitteilung laufen die Kaufverhandlungen mit Ludendo bereits seit Januar.

Formfehler in den Dokumenten

Am späteren Freitagvormittag ist klar, warum Franz Carl Weber die Übernahme-Mitteilung zurückgezogen hat: Laut der zuständigen PR-Agentur konnte am Donnerstag in Paris «aufgrund eines administrativen Formfehlers in den Dokumenten nicht alles unterzeichnet werden», wie der «Blick» berichtet.

Dabei geht es offenbar um bürokratische Kleinigkeiten: In den Verträgen seien beispielsweise Klammern nicht korrekt geschrieben worden.

(edi/sda)