«Ich bin ein FCW-Kind! Ab sofort bin ich Mitinhaber vom Franz Carl Weber! Nach ein paar Steinen vom französischen Gericht ist der Deal nun im Trockenen! Wir freuen uns, vorwärts zu schauen und die Freude am Spielen zu bewahren!» Diese Worte schreibt Marcel Dobler am Freitagnachmittag auf Twitter und Facebook. 

Der Digitec-Mitbegründer und FDP-Nationalrat Marcel Dobler bestätigt damit seine Beteiligung am Spielladen. Er übernimmt einen Drittel der Aktien. Einen weiteren Drittel übernehmen CEO Yves Burger und der deutsche Spielwarenhersteller Simba Dickie. 

Am Freitagmorgen war es zu Verwirrungen um den Kauf gekommen. Erst schien der Deal schon unterschrieben, doch dann zogen Franz Carl Weber und auch die Nachrichtenagentur sda eine Meldung zurück. 

Laut der zuständigen PR-Agentur konnte am Donnerstag in Paris «aufgrund eines administrativen Formfehlers in den Dokumenten nicht alles unterzeichnet werden», wie der «Blick» berichtet. Dabei geht es offenbar um bürokratische Kleinigkeiten: In den Verträgen seien beispielsweise Klammern nicht korrekt geschrieben worden.

Über den Verkauf des Spielwarenhändlers Franz Carl Weber wurde schon länger spekuliert. Da sich das französische Mutterhaus Ludendo in finanziellen Schwierigkeiten befindet, stand eine Rückkehr in die Eigenständigkeit bereits Anfang des Jahres im Raum. 

Das Traditionsunternehmen plane, sich vom kriselnden und in Nachlassstundung befindlichen Mutterhaus abzuspalten – per Management-Buy-out, die Führung wolle die Firmenanteile kaufen, schrieb diese Zeitung bereits im März.

Vier Monate später dann die News: Franz Carl Weber hat neue Besitzer. Doch nur kurze Zeit später macht der Spielwarenhändler einen Rückzieher und zieht die ursprüngliche Medienmitteilung kommentarlos zurück.

In ihr hiess es, dass der derzeitige CEO Yves Burger, der Digitec-Mitgründer und FDP-Nationalrat Marc Dobler sowie der deutsche Spielwarenhersteller Simba Dickie je ein Drittel der Aktien des traditionellen Spielwarengeschäfts kauften. Damit könne das Unternehmen auf unabhängiger Basis weiter bestehen.

Laut Mitteilung laufen die Kaufverhandlungen mit Ludendo bereits seit Januar.

(pz/edi/sda)