Novartis-GV
Verwaltungsräte erhalten weniger Lohn - Leitung sahnt weiter ab

Nach dem Abgang von Daniel Vasella senkt Novartis den Lohn seiner Verwaltungsräte. Keine Abstriche muss dagegen die Geschäftsleitung machen. Ihre Vergütung ist weiter gestiegen.

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Novartis befragt Aktionäre zu Vergütung von Verwaltungsrat (Archiv)

Novartis befragt Aktionäre zu Vergütung von Verwaltungsrat (Archiv)

Keystone

Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt soll insgesamt knapp 4 Mio. Fr. erhalten. Der frühere Novartis-Präsident Daniel Vasella hatte in seiner letzten vollen Amtszeit noch ein Gehalt von mehr als 13 Mio. Fr. bezogen. Zum vorgesehenen Gehalt von Reinhardt schreibt Novartis in der Einladung zur Generalversammlung: "Wir glauben, dass die Vergütung des Präsidenten von Novartis den am Markt üblichen Grössenordnungen entspricht."

Damit kommt die Vergütung für Novartis' Gesamtverwaltungsrat in dessen nächsten Amtsperiode auf rund 8 Mio. Fr. zu liegen. Im vergangenen Jahr waren es noch rund 12 Mio. Fr. gewesen, zwei Jahre zuvor lag der Betrag noch bei mehr als 19 Mio. Franken.

Im langjährigen Vergleich ist die Vergütung wieder in die Nähe vor 2009 gerückt, als die Verwaltungsräte zwischen 5 und 6 Mio. Fr. erhielten.

Keine Auswirkungen hat die Abzocker-Initiative dagegen auf die Geschäftsleitungslöhne. Der aus elf Personen bestehenden Novartis-Geschäftsleitung wurden für das vergangene Jahr Entschädigungen in der Höhe von 67,7 Mio. Fr. ausbezahlt. 2012 waren es noch 62,4 Mio. Franken.

Wie in den vergangenen Jahren ist CEO Joe Jimenez der Spitzenverdiener bei Novartis. Der Pharmakonzern bezahlte dem US-Amerikaner 13,2 Mio. Franken. Im Betrag enthalten sind neben einem Fixgehalt von 2,1 Mio. Fr. variable Vergütungen aus kurz- und langfristigen Anreizprogrammen.

Seit 2007 ist die Vergütung der gesamten Geschäftsleitung kontinuierlich gestiegen, als dieser 55,8 Mio. Fr. ausgezahlt wurden. Die höchste Entschädigung in den letzten Jahren gab es 2011 mit 67,9 Mio. Franken.