Wirtschaft

Versandapotheke im Aufwind: Höhenflug bei Zur Rose wegen E-Rezept

Zur Rose versorgt sich mit Kapital für die Digitalisierung des Medikamentenmarktes.

Zur Rose versorgt sich mit Kapital für die Digitalisierung des Medikamentenmarktes.

Für ihre Wachstumsstrategie braucht die Zur Rose Group finanziellen Spielraum. Neue Aktien sollen dabei helfen.

Die Frauenfelder Versandapotheke Zur Rose Group hat, was den Aktienkurs betrifft, eine Berg- und Talfahrt hinter sich. Als vor gut einer Woche Zur Rose bekanntgab, dass man eine Wandelanleihe über 175 Millionen Franken lanciere, da stürzte der Kurs ab. Dann erfolgte in den letzten zwei Tagen plötzlich ein Kurssprung. Grund dafür waren positive Nachrichten zur Einführung des elektronischen Rezepts in Deutschland, über die die «Deutsche Apotheker Zeitung» online berichtet hatte. Die deutsche Bundesregierung wolle demnach festlegen, dass es ab 2022 verpflichtend (bis auf Ausnahmen) nur noch E-Rezepte gebe. Der Wettbewerb zwischen Apotheken und Versendern solle bestehen bleiben.

Mit der Einladung zur Generalversammlung vom 23. April hat Zur Rose ausserdem bekanntgegeben, neue Aktien im Umfang von 15 Prozent des bestehenden Aktienkapitals ausgeben zu wollen. Mit der letzten Wandelanleihe in Höhe von 175 Millionen Franken sei das verfügbare bedingte Aktienkapital praktisch aufgebraucht. Mit dem zusätzlichen Kapital wolle man finanziell flexibel bleiben, heisst es in der Einladung.

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