Arbeitskonflikt

Verdi ruft weitere 1000 deutsche Pöstler zum Streik auf

Trotz Streik: Laut der Deutschen Post erreichen rund 87 Prozent der Briefe und rund 84 Prozent der Pakete ihre Empfänger pünktlich (Archiv)

Trotz Streik: Laut der Deutschen Post erreichen rund 87 Prozent der Briefe und rund 84 Prozent der Pakete ihre Empfänger pünktlich (Archiv)

Die Gewerkschaft Verdi mobilisiert weitere Angestellte im Arbeitskampf mit der Deutschen Post. Mit Schichtbeginn am Freitag sind nun auch tausend Pöstler in Nordrhein-Westfalen zum unbefristeten Streik aufgerufen.

Das teilte Verdi am Freitagmorgen in Düsseldorf mit. Damit beteiligten sich allein im Bundesland Norrhein-Westfalen mehr als 4500 Post-Angestellte am Ausstand. In den 14 Briefverteilzentren im Land gehe der unbefristete Streik ebenfalls weiter, teilte Verdi mit.

Am Donnerstag hatte die Gewerkschaft von deutschlandweit 16'000 streikenden Mitarbeitern gesprochen, die Post selbst gab ihre Zahl mit rund 15'000 an. Aufgrund von "Ausgleichsmassnahmen" seien die Auswirkungen für die Kunden aber "weiterhin gering", teilte ein Unternehmenssprecher mit. Rund 87 Prozent der Briefe und rund 84 Prozent der Pakete würden ihre Empfänger pünktlich erreichen.

Die Post-Angestellten hatten am Montag mit dem unbefristeten Streik begonnen. Knackpunkt in dem festgefahrenen Arbeitskonflikt ist vor allem die schlechtere Bezahlung bei den umstrittenen neuen Regionalgesellschaften der Post.

Die Mitarbeiter dort werden nicht nach dem Haustarifvertrag der Deutschen Post bezahlt, sondern nach den niedrigeren Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche. Verdi lehnt dies strikt ab und sieht darin einen Bruch früherer Vereinbarungen.

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