Kriminalität

Verdacht auf weltweiten Adressbuchschwindel in Luzern

Betrüger machten Geld mit Adressen

Betrüger machten Geld mit Adressen

Das Kantonale Untersuchungsrichteramt Luzern führt wegen Verdacht auf Adressbuchschwindel gegen diverse Firmen und Personen aus mehreren Kantonen Strafuntersuchungen. Neun Personen wurden vorübergehend festgenommen, sechs befinden sich in Untersuchungshaft.

Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, dass sie weltweit Firmen mit Massensendungen anschreiben und dabei vorgeben, dass diese gratis in einem Branchenverzeichnis erscheinen.

Wer aber das entsprechende Formular unterschreibt, schliesst gleichzeitig einen Vertrag für mehrere Jahre ab und wird dadurch kostenpflichtig. Die Formulare seien optisch und inhaltlich so gestaltet, dass sie geeignet seien, den Leser irrezuführen, teilten die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden mit.

In Zusammenarbeit mit den zuständigen Polizeikorps führte das Kantonale Untersuchungsrichteramt Luzern im Juni 2009 bei Firmen in Luzern, Meggen LU, Hünenberg ZG, Cham ZG und Appenzell sowie bei Privatpersonen Hausdurchsuchungen durch. Die Polizei stellte in diesen Firmen umfassendes Beweismaterial sicher.

Weltweit seien tausende von Personen von diesem Adressbuchschwindel betroffen, heisst es. Insbesondere aus Osteuropaa, Belgien, Deutschland, Frankreich und England würden regelmässig Beschwerden an die Luzerner Behörden weitergeleigtet.

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