"Während die Wahl näher rückt, hat die Oligarchie einen totalen Wirtschaftskrieg erklärt, damit ihr die Geduld verliert", sagte der Staatschef am Dienstag bei einer Kundgebung zum Tag der Arbeit. "Ich bitte euch um Geduld und Standfestigkeit. Mit eurer Stimme ziehen wir die Mafia zur Rechenschaft."

Maduro macht die Privatunternehmer für die schwere Wirtschafts- und Versorgungskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich. Er warf ihnen vor, sich nicht an die staatlich festgesetzten Preise zu halten und die Inflation in die Höhe zu treiben.

Am 20. Mai will sich Maduro als Präsident wiederwählen lassen. Die Opposition, zahlreiche internationale Organisationen und Staaten befürchten allerdings, dass die Wahl nicht frei und transparent ablaufen wird. Maduro bat seine Anhänger am Dienstag um zehn Millionen Stimmen - einen Wert, den schon sein wesentlich beliebterer Vorgänger Hugo Chávez immer angestrebt, aber nie erreicht hatte.

"Wenn ihr mir zehn Millionen Stimmen gebt, verspreche ich euch, dass ich eher früher als später die Wirtschaftsmafiosi besiege, egal welchen Nachnamen sie tragen, egal wo sie sind - ich werde sie finden und zerstückeln", sagte Maduro.