Stahl

Vekselberg fordert Neubesetzung des Schmolz+Bickenbach-VR

Der Stahlkonzern muss das Aktienkapital erhöhen, um zu überleben. Ein Grossaktionär will nun den Verwaltungsrat auswechseln. (Archivbild)

Der Stahlkonzern muss das Aktienkapital erhöhen, um zu überleben. Ein Grossaktionär will nun den Verwaltungsrat auswechseln. (Archivbild)

Beim Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach gehen die Turbulenzen weiter. Die Liwet Holding des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg fordert eine ausserordentlichen Generalversammlung zur Neubesetzung des Verwaltungsrates.

Dabei sollen gemäss dem Vorschlag von Liwet vier amtierende Mitglieder des Verwaltungsrats abgewählt werden, wie Schmolz + Bickenbach (S+B) am Dienstag in einem Communiqué mitteilte: Verwaltungsratspräsident Jens Alder, Michael Büchter, Isabel Corinna Knauf und Adrian Widmer.

Liwet schlage vor, diese vier Mitglieder durch die Zuwahl von vier neuen VR-Mitgliedern zu ersetzen. Die vorgeschlagenen neuen Mitglieder sind Jürgen Geissinger, der neuer Präsident werden solle, Aldo Belloni, Inka Koljonen und Michael Süss.

"Der VR hat den Eingang des Vorschlags von Liwet bestätigt und wird zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen informieren", schrieb S+B weiter. Vekselbergs Liwet hält 26,9 Prozent am Spezialstahlkonzern.

Kapitalerhöhung geplant

Das Unternehmen kämpft ums Überleben, weil die Kunden noch weniger bestellen als erwartet. Der hoch verschuldete Konzern braucht nun frisches Geld und will daher eine Kapitalerhöhung durchführen, wie er vergangene Woche bekannt gab.

S+B plant die Ausgabe neuer Aktien im Gesamtbetrag von mindestens 189 Millionen und höchstens 350 Millionen Franken. Die Aktionäre sollen darüber an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 2. Dezember abstimmen. Grossaktionär Martin Haefner hat bereits seine Unterstützung signalisiert.

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