Maschinenindustrie

VAT steigert Umsatz im ersten Quartal und erwartet Markterholung

VAT setzt im ersten Quartal mehr um und erwartet eine Fortsetzung der Markterholung. (Archiv)

VAT setzt im ersten Quartal mehr um und erwartet eine Fortsetzung der Markterholung. (Archiv)

Der Vakuumventil-Hersteller VAT hat im ersten Quartal 2020 deutlich mehr umgesetzt als im Vorjahr.

Gegenüber dem vierten Quartal gingen die Verkäufe indes wieder zurück. Dennoch erwartet das Unternehmen eine Fortsetzung der Markterholung. Das Coronavirus bremst derzeit nur leicht.

Der Umsatz zog im ersten Jahresviertel gegenüber der Vorjahresperiode um knapp 14 Prozent auf 145,5 Millionen Franken an, wie VAT am Donnerstag mitteilte. Damit lag der Wert im Rahmen der Ende der im März veröffentlichten Guidance für das erste Quartal von 140 bis 150 Millionen, aber deutlich unter dem Wert des Schlussquartals 2019 (170,4).

Die Covid-19-Pandemie habe nur begrenzte Auswirkungen auf das erste Quartal gehabt, aber die Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen auf die Lieferketten und die kurzfristige Nachfrage für das Gesamtjahr bleibe bestehen, so VAT. Die Markterholung der zweiten Jahreshälfte 2019 im Halbleitersektor habe sich im ersten Quartal 2020 fortgesetzt. Die Kunden würden wieder vermehrt in Technologie-Upgrades, vor allem in den Bereichen Logik und Foundry sowie im Speicherbereich investieren.

Der Auftragseingang kletterte gar um knapp 42 Prozent auf 181,3 Millionen in die Höhe, wobei sich hier gegenüber dem vierten Quartal 2019 (176,3 Millionen) auch sequentiell gesehen eine Steigerung ergab. Die Nachfrage habe sich dabei im ersten Quartal 2020 in allen VAT-Geschäftsbereichen verbessert.

Auftragseingang klar über Schätzungen

Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten vor allem mit dem Auftragseingang übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 144,4 Millionen Franken und für den Auftragseingang bei 148,6 Millionen.

Lokale Einschränkungen der Geschäftstätigkeit führten gegen Ende des Quartals zu einer vorübergehenden Einstellung der Geschäftstätigkeit in Kalifornien und Malaysia. Seither haben jedoch Regierungen und Aufsichtsbehörden in vielen Ländern die Halbleiterindustrie und ihre Zulieferer als systemkritisch eingestuft. Infolgedessen sei man von diesen Stilllegungsaufträgen befreit worden und arbeite in der Schweiz mit normaler Kapazität und in den USA und Malaysia mit reduziertem Personalbestand.

Der Ausblick bleibe trotz der Unsicherheiten im Zusammenhang mit Covid-19 positiv, heisst es. Die Markterholung dürfte sich demnach fortsetzen. Für das Jahr 2020 rechnet VAT weiterhin mit einer Rückkehr zum Wachstum, das vor allem von den halbleiternahen Geschäften getragen sein dürfte. Die Unsicherheit hinsichtlich der Dauer der Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die globalen Lieferketten mache jedoch Prognosen für das Gesamtjahr zunehmend schwieriger. Gleichwohl stellt das Unternehmen eine gegenüber dem Vorjahr steigende Betriebsgewinnmarge (EBITDA) in Aussicht. Bestätigt wird auch das Mittelfristziel eine EBITDA-Marge von 33 Prozent.

Der freie Cashflow werde von der Grösse des Umsatzwachstums und des Bedarfs an Betriebskapital abhängen, könnte aber niedriger sein als im Jahr 2019, so die Mitteilung weiter.

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