Die Massnahme wurde vergangenen Oktober ausgesprochen und galt für rund 400 Mitarbeitende in Haag. Man glaube, dass im Chipgeschäft die Talsohle nun durchschritten wurde, begründeten die Ostschweizer den Schritt am Freitag.

Das Ende der Kurzarbeit heisse aber nicht, dass in den nächsten Monaten bereits wieder mit einer markanten Verbesserung der Ertragslage zu rechnen sei, warnte VAT. Es sei derzeit schwierig abzuschätzen, wie sich die Absatzmärkte für Produktionsanlagen der Halbleiter- und Displayindustrie entwickeln würden.

Vor gut einem Jahr begannen sich die für die Ostschweizer massgebenden Märkte im Halbleitergeschäft abzuschwächen. VAT reagierte auf die sich verschlechternde Lage und führte im Oktober 2018 in Haag Kurzarbeit ein. In der Folge wurde diese Massnahme zweimal verlängert. Ab Montag gilt sie nicht mehr.

Produktion angepasst

VAT habe die Produktion den neuen Gegebenheiten angepasst, hiess es weiter. Die heutige Personalsituation erlaube es, die Mitarbeitenden effizienter und flexibler einzusetzen. Sollte das Geschäft anziehen, werde man in einer ersten Phase vermehrt Temporärmitarbeitende einsetzen.

Als Wachstumstreiber für künftiges Geschäft sieht VAT etwa die Digitalisierung, das Internet der Dinge oder selbstfahrende Fahrzeuge. Diese Chancen seien weiterhin intakt und dürften "in Zukunft wieder positivere Wachstumsimpulse geben", ist man bei VAT überzeugt.