Das freut die Initianten der Abzocker-Initiative. Gemäss Informationen von insideparadeplatz.ch bekommt Novartis-Verwaltungsratspräsident Daniel Vasella nach seinem Abgang 75 Millionen Franken. Seit bekannt wurde, dass Vasella sein Amt auf die Generalversammlung hin zur Verfügung stellt, wurde darüber spekuliert, mit wie vielen Millionen der Pharmakonzern das Konkurrenzverbot abgelten wird.

Gemäss «Inside Paradeplatz» hinterlegte Novartis bereits 2010 die Summe von 75 Millionen Franken bei der Privatbank Wegelin. «Das Geld war für Vasellas Stillhalten nach seinem Ausscheiden bei Novartis gedacht», so die auf Finanznews spezialisierte und in der Regel gut informierte Finanzplattform. Die 75 Millionen würden auf 5 Jahrestranchen zu je 15 Millionen Franken basieren. Die 5 Jahre wurden als Frist festgelegt, während der Vasella nach seinem Abschied für keine Konkurrenz tätig sein darf. Novartis wollte sich gegenüber «Inside Paradeplatz nicht zum Artikel äussern. Eine Sprecherin sagte lediglich: «Wir legen in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften alle Informationen über die Vergütung des Verwaltungsrats offen. (…) Nähere Angaben zu den von Ihnen genannten Zahlen können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen.»

Offenbar hatte Anwalt Peter Nobel das Bankkonto für Novartis bei der Bank Wegelin eingerichtet. Nobel und Vasella sind lange Vertraute ebenso Nobel und Wegelin-Mann Konrad Hummel. Pikant dabei: Nobel war einer der von Economiesuisse bezahlten Gutachter, der für den Verband eine Studie gegen die Abzocker-Initiative verfasste.

Das Initiativkomitee gegen die Abzockerei reagierte gestern umgehend auf die Meldung von «Inside Paradeplatz».. Nur die Initiative würde solche Entschädigungen verbieten. Die Gegner der Initiative nehmen aber dasselbe für den Gegenvorschlag in Anspruch. Die Aktionäre könnten solche Entschädigungen für ein Konkurrenzverbot im gesetzlich verlangten Vergütungsbericht untersagen. (nch)