Die Finanzkrise und deren Folgen machten sich durch die tiefen Zinsen bemerkbar: Sie konnten im Zinsgeschäft, dem weitaus grössten Ertragspfeiler der Valiant-Gruppe, nur durch 20 Prozent mehr Kundenausleihungen kompensiert werden. Der Zinserfolg stieg um 9,5 Prozent auf 340,5 Mio. Franken, wie die Geschäftsleitung vor den Medien in Zürich bekannt gab.

Im Kommissionsgeschäft ging der Erfolg um 4,2 Prozent auf 66 Mio. Fr. zurück, während er im Handelsgeschäft um 9,5 Prozent auf 13,8 Mio. Fr. zulegte. Die Valiant-Bank verfüge über einen geringen Wertschriftenbestand in der Handelssparte, betonte Verwaltungsratspräsident Kurt Streit. Der Bruttoerfolg insgesamt stieg um 8,5 Prozent auf 436,8 Mio. Franken.

Der Anteil der Kosten am Ertrag stieg auf leicht über 50 Prozent. Der Bruttogewinn stieg insgesamt um 3,4 Prozent auf 216,1 Mio. Franken, während sich das operative Ergebnis dagegen um 3,7 Prozent auf 178,3 Mio. Fr. verringerte.

Im Berichtsjahr nahm die Gruppe insgesamt 1,1 Mrd. Fr. Neugelder entgegen. Die Kundengelder stiegen um 13,63 Mrd. Fr. auf 15,83 Mrd. Franken.

Im Zeichen eines positiven Ausblicks erhöht die Bank ihre Dividende um 10 Rappen auf 3,20 Franken. Die Geschäftsleitung erwartet einen weiterhin hohen Konkurrenzkampf, geht aber auch von einer stabilen Gewinnentwicklung aus.