Artenschutz

USA richten Schutzzone für Eisbären ein

Ein Eisbär in einer Schutzzone in Alaska (Symbolbild, Archiv)

Ein Eisbär in einer Schutzzone in Alaska (Symbolbild, Archiv)

Im US-Bundesstaat Alaska ist eine knapp 485'000 Quadratkilometer grosse Fläche zur Schutzzone für Eisbären erklärt worden. Innerhalb dieses Areals bedürfe die Öl- und Gasförderung einer besonderen Genehmigung, teilte die US-Behörde für Fischerei und Artenschutz mit.

Der Lebensraum des Eisbären schrumpfe in der Arktis wegen der menschgemachten Klimaerwärmung immer mehr zusammen, sagte Tom Strickland. Er ist Artenschutzbeauftragter der Behörde, die dem US-Innenministerium unterstellt ist.

Mit der neuen Sonderzone werde sichergestellt, dass geplante Öl- und Gasbohrungen den Lebensraum des Polarbären nicht gefährden. Dies bedeute jedoch nicht, dass Ölbohrungen verboten würden, sagte Strickland. Doch sie müssten im Zweifelsfall eng mit den Naturschutzbehörden abgestimmt und gesondert genehmigt werden.

Die USA haben den Eisbären auf die Liste der bedrohten Tierarten gesetzt. Naturschützer befürchten, eine mit der Ölpest im Golf von Mexiko vergleichbare arktische Ölkatastrophe könnte sein Überleben ernsthaft gefährden.

In der Arktis lagern nach Angaben des US-Instituts für Geophysik (USGS) geschätzte 90 Milliarden Barrel Rohöl und enorme Gasreserven, die meisten davon im Meeresboden.

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