Konjunkturbericht

US-Wirtschaft weiter auf Erholungskurs

Die Immobilienmärkte in den USA beleben sich langsam wieder (Symbolbild)

Die Immobilienmärkte in den USA beleben sich langsam wieder (Symbolbild)

Zwei Jahre nach Beginn der Rezession in den USA erholt sich die grösste Volkswirtschaft der Welt zusehends. Das geht aus dem jüngsten regionalen Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed) hervor, der in Washington veröffentlicht wurde.

Demnach meldeten die meisten der zwölf Fed-Bezirke über die vergangenen sieben Wochen eine moderate Verbesserung der Konjunktur. Bei den wichtigen Konsumentenausgaben sehe es inzwischen besser aus. Auch die Immobilienmärkte der meisten Bezirke belebten sich.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei aber nach wie vor schwach, heisst es in dem Bericht. Es komme weiterhin zu Entlassungen, Arbeitgeber seien zögerlich bei Neueinstellungen, und in den meisten Bezirken sei die Arbeitslosenquote immer noch hoch.

Eine Reihe grösserer Distrikte wie Atlanta meldeten allerdings auch eine Verlangsamung des Jobschwunds. Es gebe alles in allem "einige Anzeichen für eine Verbesserung", heisst es in dem Bericht.

Landesweit liegt die Arbeitslosenquote bei 10,2 Prozent, der höchste Stand seit mehr als einem Vierteljahrhundert. An diesem Freitag gibt die Regierung die neuesten Daten bekannt.

Zugleich geben die Konsumenten laut Fed wieder mehr Geld aus. Mancherorts ziehen die Autoverkäufe den Angaben zufolge auch nach dem Ende der Abwrackprämie an.

In einigen Bezirken äusserten sich Einzelhändler inzwischen optimistischer über das anstehende Weihnachtsgeschäft. Die Banken berichten unterdessen von einer stabilen bis schwächeren Nachfrage nach Krediten.

Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal auf Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent und damit schwächer als zunächst angenommen. Es ist allerdings das erste Wachstum seit mehr als einem Jahr. Ökonomen gehen davon aus, dass die schwerste Rezession seit Jahrzehnten, die im Dezember 2007 begann, im Juni oder Juli endete.

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