Konjunktur

US-Wirtschaft wächst wieder - Plus 3,5 Prozent im dritten Quartal

Container werden geladen (Archiv)

Container werden geladen (Archiv)

Die US-Wirtschaft hat sich mit dem ersten Wachstum nach einjähriger Unterbrechung vermutlich aus der Rezession gelöst. Vor allem der private Konsum heizte die Wirtschaftsleistung an. «Wir sehen die Trendwende», sagte Christina Romer, oberste Wirtschaftsberaterin im Weissen Haus.

Die Wirtschaftsleistung der USA legte im Sommer aufs Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent zu, nachdem sie im Frühjahr noch um 0,7 Prozent abgenommen hatte.

Die Konsumausgaben seien um 3,4 Prozent gewachsen und hätten damit alleine 2,4 Prozentpunkte zum gesamten BIP-Wachstum beigetragen, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Der Privatkonsum macht traditionell etwa zwei Drittel des US-Bruttoinlandprodukts aus.

Aber auch die Investitionsausgaben nahmen der Schätzung zufolge nach sieben Quartalen Niedergang wieder zu und verzeichneten ein Plus von 11,5 Prozent. Die Immobilieninvestitionen stiegen um 23,4 Prozent. Auch sie waren zuvor dreieinhalb Jahre lang stetig gefallen.

Negativ wirkte sich der Aussenhandel auf die Gesamtentwicklung aus: Der Schätzung zufolge büsste das BIP im dritten Quartal wegen des Einbruchs beim Export 0,53 Punkte ein.

Anders als in einigen europäischen Ländern endet aber mit einem Wachstum des BIP nicht automatisch die Rezession: In den USA entscheidet das Nationale Wirtschaftsforschungsinstitut NBER darüber, wann die Krise vorbei ist.

Trotz des neuen Aufwärtstrends verharrt die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau. Im September betrug die Quote 9,8 Prozent. Ökonomen prognostizieren, dass sie bis ins nächste Jahr hinein weiter steigt und danach nur allmählich abnimmt.

Es wird befürchtet, dass ein allmähliches Zurückfahren der staatlichen Hilfen in den nächsten Quartalen dem wiedergefundenen Aufschwung einen deutlichen Dämpfer versetzen könnte.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1