Federal Reserve

US-Senat bestätigt Notenbankchef Ben Bernanke im Amt

Senat will Bernanke für eine weitere Amtszeit an Fed-Spitze behalten

Senat will Bernanke für eine weitere Amtszeit an Fed-Spitze behalten

Ben Bernanke bleibt weitere vier Jahre Chef der US-Notenbank Fed. Mit Zustimmung von Politikern der oppositionellen Republikanischen Partei bestätigte der Senat in Washington ihn in seinem Amt.

Bernankes erste Amtszeit geht am 31. Januar zu Ende. Ende vergangener Woche sprach Präsident Barack Obama dem Fed-Chef sein Vertrauen aus. Obamas Sprecher Bill Burton sagte, der Präsident habe "ein grosses Mass an Vertrauen" zu Bernanke. Dieser habe dazu beigetragen, "unsere Wirtschaft vor dem Abgrund zu bewahren" und sei "der richtige Mann für den Posten".

Bernankes Wiederwahl war in den Reihen von Obamas Demokraten umstritten. Am Freitag hatten die demokratischen Senatoren Barbara Boxer und Russell Feingold angekündigt, Bernanke ihre Zustimmung zu verweigern.

Feingold warf Bernanke vor, die Politik von Ex-Präsident George W. Bush mitgetragen zu haben, die für die aktuelle Wirtschaftskrise mitverantwortlich sei. Viele US-Bürger werfen Bernanke vor, in der Wirtschaftskrise statt der Arbeitsplätze die Bankiers gerettet zu haben.

Die US-Börsen sind derweil mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Vor allem enttäuschende Konjunkturzahlen lasteten auf der Wall Street. Händler berichteten zudem von einiger Nervosität wegen der Senatsabstimmung über die zweite Amtszeit Bernankes.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,1 Prozent leichter bei 10.120 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,2 Prozent auf 1084 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 1,9 Prozent auf 2179 Stellen nach.

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