Banken-Boni

US-Regierung überprüft Boni-Zahlungen bei Goldman Sachs

Goldman Sachs-Boni überprüft

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Die US-Regierung hat die Boni-Zahlungen bei der Investmentbank Goldman Sachs unter die Lupe genommen. Bei den Untersuchungen sei allen Aufforderungen Folge geleistet worden, teilte das Geldhaus den Aufsichtsbehörden mit.

Der Justiz zufolge überstiegen im vergangenen Jahr bei einigen staatlich gestützten Banken die Bonuszahlungen die Nettogewinne. Neben Goldman Sachs ermittelt die New Yorker Staatsanwaltschaft auch bei Morgan Stanley und JPMorgan Chase.

Dem Goldman Sachs-Schreiben zufolge gingen bei dem Institut mehrere Beschwerdebriefe von Aktionären ein. Einige forderten eine Reform des bankeigenen Vergütungssystems und die Überprüfung der Sonderzahlungen der vergangenen Jahre. Das Management werde die Anregungen überdenken, hiess es weiter.

Hohe Prämien und Boni bei defizitären und staatlich gestützten Instituten lösten in den USA einen Sturm der Entrüstung aus. Goldman Sachs hat in diesem Jahr bislang 11,3 Milliarden Dollar für Vergütungen beiseitegelegt.

Das Finanzinstitut ist eines der wenigen Geldhäuser weltweit, das sich noch voll auf das zuletzt krisengeschüttelte Investmentbanking konzentriert. Mit den Gewinnen im Rücken konnte Goldman Sachs zuletzt bereits Staatshilfen von zehn Milliarden Dollar zurückzahlen.

Wie aus dem Schreiben weiter hervorging, wird auch der Handel mit Kreditderivaten bei Goldman Sachs untersucht. Die US-Regierung fordert eine strengere Kontrolle des oft undurchsichtigen Marktes. Der Markt für Kreditderivate wird für den Ausbruch der globalen Finanzkrise mitverantwortlich gemacht.

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