Geldpolitik

US-Notenbank hält weiter an Nullzins-Politik fest

US-Notenbankchef Ben Bernanke (Archiv)

US-Notenbankchef Ben Bernanke (Archiv)

Angesichts der schwachen Konjunktur setzt die US-Notenbank Fed ihre Politik des günstigen Geldes fort. Der Leitzins bleibe auf dem historisch niedrigen Satz zwischen null und 0,25 Prozent, teilte der Offenmarktausschuss der US-Zentralbank am Dienstag mit.

Bereits seit drei Jahren spült die Fed mit extrem niedrigen Zinssätzen zusätzliches Geld in den Wirtschaftskreislauf. Die Notenbank bekräftigte ihre Absicht vom August, den Leitzins bis mindestens Mitte 2013 auf diesem Niveau zu halten.

Die Fed äusserte sich vorsichtig optimistisch über den Ausblick für die US-Konjunktur. Trotz der Zeichen eines globalen Abschwungs sei die Wirtschaft in den USA seit Anfang November "moderat" gewachsen. Ausserdem habe sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessert, die Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent im November sei aber weiter "hoch".

Als grösstes Risiko der kommenden Monate betrachtet die Fed offenbar mögliche Auswirkungen der Schuldenkrise in der Eurozone auf die US-Wirtschaft. Die Krise in Europa wurde in der Erklärung zwar nicht ausdrücklich genannt, doch die Notenbank warnte vor "Belastungen auf den weltweiten Finanzmärkten".

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