Die Zinsspanne für den US-Leitzins bleibt erwartungsgemäss zwischen 0,0 und 0,25 Prozent. Als Reaktion auf die schwere Wirtschaftskrise hatte die Fed diesen Zielkorridor im Dezember 2008 in einer beispiellosen Entscheidung festgelegt. Die Märkte rechnen erst im nächsten Jahr mit einer Anhebung des Leitzinses, möglicherweise auch erst 2012.

Die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke bekräftigten erneut, dass der Leitzins "noch für einen längeren Zeittraum extrem niedrig" bleiben wird. Im Begleitkommentar zum Zinsbeschluss heisst es zudem, die Erholung der Wirtschaft habe sich in jüngster Zeit stärker als erwartet eingetrübt.

Probleme gibt es nach wie vor am Arbeitsmarkt. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft deutlich schwächer gewachsen als noch zu Jahresbeginn.

Fed reagiert

Die US-Notenbank reagierte am Dienstag auf diese jüngste Verlangsamung der Wirtschaftserholung: Der Umfang der bisherigen Unterstützung werde nicht wie eigentlich geplant zurückgefahren und durch Fälligkeit bereits gekaufter Wertpapiere flüssig werdendes Geld wieder reinvestiert, teilte die Fed mit.

Im Klartext bedeutet dies, dass auslaufende hypothekenbesicherte Anleihen, die zur Stützung des taumelnden Häusermarktes in den vergangenen Jahren erworben wurden, durch Staatspapiere ersetzt werden.

Anders als in vorangegangenen Sitzungen gab es in der aktuellen Erklärungen keinen Hinweis darauf, dass die Fed-Experten eine allmähliche Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt erwarten. Stattdessen wird vermerkt, dass Arbeitgeber bei Neueinstellungen weiterhin "zögerlich" seien.

Die Ankündigung der Fed könnte auch als Signal verstanden werden, dass Exit-Strategien aus der gelockerten Geldpolitik, wie sie noch vor Wochen diskutiert worden waren, zunächst eher nicht eingeschlagen werden.