Geldpolitik

US-Leitzins bleibt auf historischem Tiefstand

Fed-Chef Ben Bernanke (Archiv)

Fed-Chef Ben Bernanke (Archiv)

Der US-Leitzins bleibt wie erwartet auf seinem historischen Tiefstand: Der Offenmarktausschuss der Notenbank (Fed) bestätigte am Mittwoch abermals die Zinsspanne zwischen 0,0 und 0,25 Prozent.

Als Reaktion auf die schwere Wirtschaftskrise hatte die Fed diesen Zielkorridor im Dezember 2008 festgelegt. Die Notenbanker erneuerten am Mittwoch ihre Absicht, den Schlüsselzins angesichts der konjunkturellen Rahmenbedingungen noch geraume Zeit aussergewöhnlich niedrig zu halten.

Die Märkte rechnen inzwischen wegen des schleppenden Aufschwungs in der grössten Volkswirtschaft der Welt frühestens 2012 mit einer Zinsanhebung.

Die Fed hält auch an den im Herbst angekündigten milliardenschweren Staatsanleihenkäufen fest. Trotz besserer Konjunkturaussichten beschlossen die Zentralbanker um Fed-Gouverneur Ben Bernanke einstimmig, die Ankäufe fortzusetzen. Die wirtschaftliche Erholung setze sich zwar fort, hiess es. Doch sei der Aufschwung zu schwach, um für eine "deutliche Besserung" am Arbeitsmarkt sorgen zu können.

Die Fed hatte Anfang November beschlossen, bis Mitte 2011 Staatsanleihen im Volumen von rund 600 Mrd. Dollar aufzukaufen um damit der Konjunktur auf die Beine zu helfen.

Die Dollarschwemme hat der Wirtschaft offenbar gut getan: Der Internationale Währungsfonds sagt den USA für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent voraus, das sich 2012 nur leicht abkühlen soll.

Die US-Notenbank sieht trotz steigender Rohstoffpreise keine gefährlichen Inflationstendenzen. "Die langfristigen Inflationserwartungen sind stabil geblieben", teilte das Fed weiter mit.

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