Seit dem letzten Oktober bietet der US-Technologiegigant Apple ein neues Bezahlsystem an. ApplePay funktioniert jedoch auf den neusten Smartphones der Firma und auf der Uhr. Damit will Apple dem mobilen Bezahlen per Handy zum Durchbruch verhelfen und sich ein Stück weit vom lukrativen Kuchen der Banken abzwacken. Die Technik ist einfach: Kunden müssen ihre Kreditkarte registrieren und können dann im Laden ihr Handy an die Kasse das Kartengerät halten.

Für die Schweizer Apple-Kunden ist der Dienst noch nicht eingerichtet. Auch ein Verkaufstermin für die Apple-Uhr ist noch nicht bestätigt. Auch die internationale Apple-Internet-Seite zeigt noch keine Läden in der Schweiz auf, die das Kaufen mit dem Dienst ermöglichen.

Nun berichtet ein Blogger im Internet, dass er in der Schweiz tatsächlich – via seiner US-Kreditkarte und einem neuem Iphone -  bei Jelmoli in Zürich einkaufen konnte. Bei einem SBB-Automat versagte jedoch der Dienst. Auf Nachfrage verweist Apple auf weitere Berichte in US-Fachmedien, die das nicht ausschliessen.

Die Jelmoli-Medienstelle ist konkreter: Sie hätten im ganzen Warenhaus sogenannte EFT/POS-Terminals von Aduno im Einsatz, die das kontaktlose Bezahlen mit entsprechend ausgerüsteten Kreditkarten oder Mobiltelefonen erlauben. Die dafür eingesetzte NFC-Technologie – NFC steht für Near field communication – ist in immer mehr Handys vorhanden.

Damit können auch Transaktionen mit dem Mobile kontaktlos getätigt werden, was derzeit jedoch nur für US-Bürger möglich sei. «Da auch ApplePay auf NFC-Technologie basiert, ist es durchaus möglich, dass die erwähnte Transaktion bei Jelmoli stattgefunden hat», so die Sprecherin Anita Apafi. Um dies zweifelsfrei festzustellen, bräuchte es allerdings weitere Abklärungen.