US-Konjunktur

US-Konsumentenstimmung hellt sich im November auf

US-Wirtschaft schwächelt (Archiv)

US-Wirtschaft schwächelt (Archiv)

Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal deutlich schwächer gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandprodukt der grössten Volkswirtschaft der Welt legte aufs Jahr hochgerechnet nach revidierten Angaben um 2,8 Prozent zu, teilte das US-Handelsministerium mit.

In der ersten Schätzung Ende Oktober war noch von 3,5 Prozent die Rede gewesen. Es ist das erste Wachstum seit mehr als einem Jahr. Ökonomen hatten allerdings mit einem geringeren Wert in der zweiten Schätzung gerechnet.

Grund für die Korrektur nach unten sind vor allem schwächere Konsumausgaben und ein grösseres Handelsdefizit. "Die Erholung hat nicht so stark begonnen wie zunächst gedacht", sagte Nigel Gault, US-Chefökonom des Wirtschaftsinstituts IHS Global Insight, der Wirtschaftsagentur Bloomberg vor Veröffentlichung der Zahlen.

Der Aufschwung wird vorerst noch vor allem den milliardenschweren Hilfsprogrammen von US-Regierung und Notenbank zugeschrieben. Besonders der Erfolg der Abwrackprämie trug Fachleuten zufolge im 3. Quartal deutlich zum Plus bei.

Wie heute Dienstag ebenfalls bekannt wurde, hat sich das Konsumklima in den USA im November aufgehellt. Der Index für das Konsumentenvertrauen stieg auf 49,5 von 48,7 Punkten im Oktober, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte.

Die Konsumentinnen und Konsumenten beurteilten vor allem die Aussichten optimistischer. Die gegenwärtige Lage wird dagegen etwas düsterer eingeschätzt als im Vormonat. Zudem gab fast die Hälfte der US-Bürger an, dass Jobs schwierig zu finden sind - so viele wie seit Mai 1983 nicht mehr.

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