Hypothekenfinanzierer

US-Hausfinanzierer Fannie Mae mit Verlust von 23 Milliarden Dollar

Fannie Mae mit Riesenverlust

Fannie Mae mit Riesenverlust

Nach einem erneut riesigen Milliardenverlust braucht der staatlich kontrollierte grösste US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae eine weitere Kapitalspritze. Fannie Mae schrieb im ersten Quartal nach hohen Wertberichtigungen und Rückstellungen ein Minus von 23,2 Mrd. Dollar.

Vom Staat benötige Fannie Mae nun nochmals 19 Milliarden Dollar Finanzhilfe, teilte der Finanzierer in Washington mit. Fannie Mae und das ebenfalls verlustreiche Zwillingsinstitut Freddie Mac stehen hinter etwa jedem zweiten Immobilienkredit in den USA.

Um den völligen Kollaps des Hypothekenmarkts zu verhindern, hatte der Staat im vergangenen September das Steuer bei den zwei Häusern übernommen. Die Finanzierer stehen im Zentrum der Plänen von US-Präsidenten Barack Obama zur Stabilisierung des US-Häusermarktes. Auch bei Freddie Mac werden in den nächsten Tagen erneut rote Zahlen für die ersten drei Monate erwartet.

Für Fannie Mae war es bereits der siebte Quartalsverlust in Folge. Der Finanzierer musste allein für den möglichen Ausfall fauler Kredite über 20 Milliarden Dollar zurückstellen. Ein Jahr zuvor lag der Verlust erst bei 2,2 Milliarden Dollar. Im gesamten Jahr 2008 betrug das Minus schwindelerregende 58,7 Milliarden Dollar.

Mit der zusätzlich beantragten Finanzspritze würden sich die staatlichen Hilfen für Fannie Mae auf rund 34 Milliarden Dollar addieren. Insgesamt hat der Staat den beiden Immobilienfinanzierern bei Bedarf Hilfen von bis zu 200 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Freddie Mac erhielt bislang rund 45 Milliarden Dollar.

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