Banken

US-Finanzaufseher rügen UBS und CS wegen ungenügender Notfallpläne

Das Fed-Gebäude in Washington (Archiv)

Das Fed-Gebäude in Washington (Archiv)

Der Kollaps einer Grossbank dürfte weiterhin schwere Folgen für die Finanzwelt haben. Die Notfallpläne, mit denen die Institute ihre reibungslose Abwicklung gewährleisten sollen, stecken nach Ansicht der US-Aufseher voller Mängel. Das gilt auch für UBS und CS.

Die Notenbank Fed und die Einlagensicherung FDIC prüften ein weiteres Mal die sogenannten Testamente ("living will") von 11 Finanzinstituten, unter ihnen auch die beiden Schweizer Grossbanken. Sie forderten die Banken am Dienstag auf, ihre Notfallpläne zu überarbeiten.

Die Aufsichtsbehörden teilten den betroffenen Banken einzeln mit, welche Mängel sie angehen müssen. Grundsätzlich kritisierten sie, dass die Annahmen der Banken für die Abwicklungspläne "unrealistisch" und "inadäquat" seien, zum Beispiel mit Blick darauf, wie sich Kunden, Gegenparteien oder Investoren in Krisenfällen verhalten würden.

Zudem hätten die Banken keine Änderungen in ihrer Firmenstruktur angestossen, welche eine Abwicklung bei einer wirtschaftlichen Schieflage vereinfachen würden. Die Behörden wollen den Banken vorschreiben, "weniger komplexe" rechtliche Strukturen zu schaffen.

Die Testamente sind eine Reaktion auf die letzte grosse Finanzkrise, als der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers die Weltwirtschaft erschütterte. Erstmals hatten die Behörden 2012 detaillierte Pläne zur eigenen Abwicklung von den Geldinstituten eingefordert. Bis Mitte 2015 müssen die Banken ihre verbesserten Pläne abgeben.

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