Schon am Freitag könnte der Ausverkauf der verbliebenen 399 Läden beginnen; bis Ende September soll von Borders dann nichts mehr übrig sein. Ein Insolvenzrichter muss den Plan aber noch absegnen.

"Nachdem sich alle Seiten derart angestrengt haben, stimmt uns diese Entwicklung traurig", erklärte Firmenchef Mike Edwards am späten Montag am Firmensitz in Ann Arbor im US-Bundesstaat Michigan.

Bis zuletzt hatte das Unternehmen, das im Februar in die Insolvenz geschlittert war, mit einem möglichen Käufer verhandelt - letztlich erfolglos. Nun sollen spezialisierte Firmen die Abwicklung übernehmen und alles Wertvolle zu Geld machen, um die Gläubiger zu bezahlen.

Borders leidet darunter, dass die Kunden seit der Wirtschaftskrise an Büchern sparen oder lieber im Versand bei Amazon kaufen. Auch der in den USA weit fortgeschrittene Siegeszug der elektronischen Bücher macht Borders zu schaffen. Die grösste US-Buchhandelskette Barnes & Noble schwächelt ebenfalls.