UBS-Steueraffäre

US-Behörden weiten die Suche nach Steuersündern aus

US-Steuerformulare (Symbolbild)

US-Steuerformulare (Symbolbild)

Nach dem voraussichtlichen Vergleich im Steuerstreit zwischen der Grossbank UBS und der amerikanischen Justiz will die Steuerbehörde IRS ihre Untersuchung von Steueroasen und Offshore-Bankgeschäften ausdehnen.

Der Zugang zu Informationen aus anderen Ländern sei höchst wichtig um Steuerhinterziehung zu bekämpfen, schreibt der IRS in einem neuen Bericht, der in Washington publiziert wurde. Die USA hätten international die Führungsrolle für mehr Informationsaustausch in Steuerfragen übernommen.

So habe das Finanzministerium in den letzten Monaten Verhandlungen über neue Steuerabkommen mit zwei Staaten in Schlüsselrollen, der Schweiz und Liechtenstein, abgeschlossen. Nun arbeite man an der schnellen Umsetzung dieser Übereinkommen.

Dank besserer Finanzierung der Behörde durch die Regierung werde es dem IRS im kommenden Jahr möglich, fast 800 neue Ermittler in internationalen Steuerfragen einzustellen, schreiben die IRS-Autoren weiter.

Die neuen Angestellten sollen komplexe internationale Finanzstrukturen untersuchen, das grenzübergreifende Geschäft kontrollieren und verdächtige Aktivitäten auf ausländischen Konten beobachten.

Mit dem Bericht hat die Behörde auch ein Formular von Fragen vorgestellt, die Steuersündern, die sich selbst anzeigen, gestellt werden. Daraus wird ersichtlich, dass sich die Ermittlungen auf die Mittelsleute konzentrieren, die den säumigen Kunden geholfen haben, Konten zu eröffnen.

Laut einem Sprecher des IRS sammelt die Behörde durch die Selbstanzeiger neue, hilfreiche Informationen. So bringt sie in Erfahrung, durch welche Gesetzeslücken der Steuerbetrug möglich war.

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