"Unsere Ergebnisse zeigen klar, dass Ford trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise gewaltigen Fortschritt macht", sagte Konzernchef Alan Mulally am Unternehmenssitz in Dearborn (Michigan). Die Zahlen fielen weit besser aus als erwartet.

Ford fuhr in den vergangenen drei Monaten das zweite Mal in Folge einen Überschuss von 997 Mio. Dollar ein. Ein Jahr zuvor hatte der Autobauer einen Verlust von 161 Mio. Dollar verzeichnet.

Ford schlägt sich damit klar besser als die mit Milliardensummen von der US-Regierung gestützte bisherige Opel-Mutter General Motors (GM) und auch als die US-Nummer Drei Chrysler.

Ford hatte bei der Verschuldung und der Modellpalette frühzeitiger eine Kehrtwende eingeleitet und profitierte bei den Kunden auch von den Pleiten der Rivalen.

Das für Fords Schieflage verantwortliche Nordamerika-Geschäft schaffte es erstmals seit Anfang 2005 vor Steuern in die schwarzen Zahlen.

Allerdings erlitt Ford bei den Kostensenkungen gerade einen herben Rückschlag: Die US-Belegschaft des Autobauers Ford sagten nein zu weiteren Einschnitten und wies eine mit der Ford-Spitze vor fast drei Wochen vorläufig vereinbarte neue Sparrunde zurück.

Die Ford-Arbeiter verweigerten damit Einschnitte, wie sie GM und Chrysler in in ihren Insolvenzen erreicht hatten. Ford hatte sich mehrfach über "unfaire Vorteile" für die Konkurrenten beklagt. Auch die Hilfen für Opel schmecken dem Hersteller nicht.