Rohstoffe

US-Aluminiumriese Alcoa verdreifacht Gewinn

Die Nachfrage nach Alu von Alcoa ist auch ein Konjunkturindikator

Die Nachfrage nach Alu von Alcoa ist auch ein Konjunkturindikator

Der Aluminiumriese Alcoa hat die Berichtssaison in den USA mit einem Gewinnsprung eröffnet. Im dritten Quartal verbuchte der Konzern einen Überschuss von 172 Mio. Dollar nach 61 Mio. Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz erhöhte sich vor allem dank einer starken Nachfrage aus China um 21 Prozent auf 6,4 Mrd. Dollar. Allerdings lagen die Zahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück, da die Sorgen um die Weltwirtschaft die Aluminiumpreise gedrückt haben.

Analysten hatten mit einem Gewinn von 22 Cent pro Aktie statt der erreichten 15 Cent gerechnet. Auch verglichen mit dem zweiten Quartal gaben Gewinn und Umsatz nach. Das Unternehmen führte den Rückgang auf die Konjunkturabkühlung im ersten Halbjahr zurück.

Vor allem die Autohersteller und Maschinenbauer hatten ihre Bestellungen zuletzt zurückgeschraubt, dagegen orderten die Zug- und Flugzeughersteller mehr Alu.

Der Konkurrent des russischen Weltmarktführers Rusal läutet traditionell die Berichtssaison in den USA ein. Analysten schauen bei Alcoa auch noch aus einem anderen Grund besonders genau hin: Die Zahlen gelten wegen der breiten Verwendung von Aluminium als Indikator für die gesamte Wirtschaft. Die Autoindustrie setzt das leichte Metall etwa für Motorblöcke ein, die Flugzeughersteller bauen daraus Rumpf und Tragflächen.

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