Umweltkatastrophe

Untersuchung zu Ölpest im Golf von Mexiko entlastet BP

BP erhält Rückendeckung

BP erhält Rückendeckung

Im Streit um die Schuld an der Ölpest im Golf von Mexiko haben erste Befunde der von US-Präsident Barack Obama eingesetzten Untersuchungskommission die Ergebnisse einer internen Studie des Ölkonzerns in vielen Punkten bestätigt.

Wie Kommissionsleiter Fred Bartlit am Montag mitteilte, decken sich die Erkenntnisse zu etwa 90 Prozent. Zu keinem Zeitpunkt habe eine Entscheidung bewusst die Sicherheit aufs Spiel gesetzt, um Kosten zu sparen, sagte Bartlit. Die Kommission stellt sich damit gegen die Befunde eines Untersuchungsausschusses des US-Kongresses, der schwere Vorwürfe gegen BP erhoben hatte.

BP selbst hatte dagegen einen Teil der Verantwortung für die Umweltkatastrophe anderen Unternehmen zugesprochen: dem Ölplattform-Besitzer Transocean und dem Lieferanten des für die Stabilisierung des Bohrlochs verwendeten Zements Halliburton.

Die Ölplattform "Deepwater Horizon" war am 20. April im Golf von Mexiko explodiert. Elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. Aus der lecken Ölquelle flossen mehr als 780 Millionen Liter Öl ins Meer. Erst Mitte Juli konnte das Bohrloch provisorisch verschlossen werden. Bis zur endgültigen Versiegelung vergingen nochmals mehrere Wochen.

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