WTO-Generalsekretär Roberto Azevedo sprach von einem "Durchbruch". Den ärmsten Ländern solle ermöglicht werden, die zur Debatte stehenden neuen Richtlinien besonders flexibel umzusetzen.

Erst am Dienstag hatte Azevêdo in Genf bekanntgegeben, dass bei den Vorverhandlungen keine Einigung zustande gekommen sei und man ohne unterschriftsreifes Abkommen nach Bali reisen werde.

Die WTO-Ministerkonferenz, die am Dienstag auf der indonesischen Insel Bali beginnt, gilt als möglicherweise letzte Chance, die Doha-Verhandlungsrunde über den Abbau internationaler Handelsschranken wiederzubeleben. Die Verhandlungsrunde hatte 2001 in Katar begonnen.

Der Brasilianer Azevêdo hatte sein Amt erst im September angetreten. Er löste den Franzosen Pascal Lamy ab, der nach zwei vierjährigen Amtszeiten abgetreten war.