Die Arbeiter erhielten 3,15 Euro (3,78 Franken) die Stunde, was lediglich einem Fünftel des im GAV für Maurer vereinbarten Stundenlohn entspreche, kritisierte die Unia am Donnerstag. Die Gewerkschaft forderte daher das portugiesische Unternehmen zu Lohnnachzahlungen für vier betroffene Arbeiter auf.

Am Donnerstag zwischen 7 und 11 Uhr blockierten rund 20 Personen die Baustelle in Aclens in der Nähe von Lausanne. Die Unia-Vertreter konnten sich schliesslich mit den Verantwortlichen einigen: Die vier Arbeiter werden künftig nach dem GAV entlöhnt.

Das portugiesische Unternehmen arbeitet im Auftrag eines deutschen Unternehmens, das wiederum im Auftrag des deutschen Generalunternehmens arbeitet. Der Generalunternehmer werde sich nun für die im GAV vorgeschriebenen Löhne auch bei seinen Partnerunternehmen einsetzen, sagte Pietro Carobbio von der Unia zur Nachrichtenagentur sda.

Mit der Wirtschaftskrise in Europa sei die Zahl solcher Missbrauchsfälle angestiegen, sagte Carobbio. Dies zeige, wie wichtig Gesamtarbeitsverträge seien.