Wirtschaft

Unia bemängelt, dass Beschwerden auf Baustellen nicht sanktioniert werden

Auf auf Baustellen müssen die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie eingehalten werden. (Symbolbild)

Auf auf Baustellen müssen die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie eingehalten werden. (Symbolbild)

Laut der Gewerkschaft Unia können die Vorgaben auf den Baustellen nicht eingehalten werden. Darum soll die Arbeit eingestellt werden. Die Arbeitgeber müssten nachweisen, dass die Massnahmen eingehalten werden können.

(mg) Eigentlich müssten Baustellen geschlossen werden, wenn sie die Regeln des Bundesamts für Gesundheit (BAG) nicht einhalten können. Laut der Gewerkschaft Unia finden solche Schliessungen aber nicht statt: «Offensichtlich besteht im Bau derzeit ein Vollzugsnotstand», schreibt die Unia. Sie habe innert eines Tages 1980 Meldungen von ihren Mitglieder von Baustellen aus der ganzen Schweiz erhalten und diese an die Behörden weitergeleitet, doch passiert sei nichts.

Zuvor hatte die Unia die geforderten Massnahmen digitalisiert und allen ihren Mitglieder zugestellt, mit der Bitte zu prüfen, ob diese auf ihrer Baustelle eingehalten werden. Bei über 80 Prozent der Meldungen wird moniert, dass die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können und auch bei Gruppentransporten würden den Vorschriften nicht entsprochen. Weiter wurde beanstandet, dass gemeinschaftlich genutztes Werkzeug nicht genügend gereinigt wurde, dass die sanitären Anlagen nicht regelmässig gereinigt werden und genügend Einweghandtücher und Seife fehlen.

Schliessungen seien nötig um Pandemie zu verlangsamen

Für die Unia gibt es nur eine mögliche Lösung: «Es gibt daher keine andere Möglichkeit, als einen technischen Stopp zu machen. Die Arbeit auf den Baustellen ist grundsätzlich einzustellen.» Die Durchsetzung der Schutzmassnahmen sei dringend notwendig, um die Ausbreitung der Pandemie zu bremsen und den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren, schreibt die Gewerkschaft. Dort wo die Unternehmen nachweisen könnten, dass sie die BAG-Bestimmungen einhalten, könne die Arbeit weiter gehen, so die Unia.

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