Geldpolitik

Ungarns Nationalbank senkt Leitzins

Ungarn senkt Leitzins (Symbolbild)

Ungarn senkt Leitzins (Symbolbild)

Die ungarische Nationalbank hat den Leitzins von 9,5 auf 8,5 Prozent gesenkt. Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Marktbeobachter hatten mit einer Senkung um 0,5 Prozentpunkte gerechnet.

Ausserdem hatten Analysten die Massnahme erst für August oder September erwartet. Zuletzt hatte die Notenbank im Januar den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte gesenkt.

Gründe für die Zinssenkung waren nach Meinung der Analysten des Kreditinstituts Erste Bank der stärkere Forint und der jüngste Erfolg beim Verkauf von Staatspapieren. Der Euro war zum Jahresbeginn noch 300 Forint wert. Heute Montag bewegte sich der Kurs um den Wert von 268 Forint.

Vor zehn Tagen hatte Ungarn überraschend Staatsanleihen im Wert von 1 Milliarde Euro verkaufen können. Die Einnahme war doppelt so hoch wie erwartet, wie Finanzminister Peter Oszko damals sagte.

Das von der Krise schwer angeschlagene Land hat im vergangenen Herbst vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU einen Notkredit von 20 Mrd. Euro bekommen. Ende Oktober 2008 hatte die Notenbank den Leitzins wegen der Krise um 3 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent erhöht. Ziel war es, den fortwährenden Attacken von Wechselkurs-Spekulanten auf den Forint entgegenzuwirken.

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