Die Auswertung der Ökobilanzen zeige, dass es für Landwirte durchaus möglich sei, umweltschonend zu produzieren und trotzdem ein gutes Einkommen zu erzielen, schreibt die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Doch nicht allen gelinge es, beide Ziele zu vereinbaren.

Mit dem Projekt "Zentrale Auswertung von Ökobilanzen landwirtschaftlicher Betriebe (ZA-ÖB) wurden Ökobilanzen von rund 100 Betrieben untersucht und mit Buchhaltungsdaten verknüpft. Das mehrjährige Projekt wurde von der ART im Auftrag des Bundesamtes für Landwirtschaft durchgeführt und von mehreren Organisationen begleitet.

Kein allgemeingültiges Erfolgsrezept

Wie es im Schlussbericht heisst, steht ein Teil der Betriebe sowohl ökonomisch als auch ökologisch gut da. Allerdings gibt es laut ART auch Landwirtschaftsbetriebe, die in einem oder gar beiden Bereichen schlecht abschneiden.

Wegen der komplexen Zusammenhänge und der vielschichtigen Schweizer Landwirtschaft könnten aus der Studie keine allgemeingültigen Erfolgsrezepte abgeleitet werden, heisst es in der Mitteilung. Die Studie zeige jedoch Faktoren auf, welche sich besonders stark auf die Umweltleistungen auswirken.

Dazu zählten der Einsatz von Energieträgern, Dünge- und Futtermitteln sowie die Tieremissionen. In diesen Bereichen bestehe häufig auch das grösste Optimierungspotenzial. Die im Projekt ZA-ÖB gewonnenen Erkenntnisse könnten künftig in die Beratung einfliessen.