Industrie

Umsatzeinbruch bei Bucher Industries nach neun Monaten

Kurzarbeit bei Bucher Industries (Archiv)

Kurzarbeit bei Bucher Industries (Archiv)

Noch keine Wende in Sicht: Der Maschinen- und Fahrzeughersteller Bucher Industries muss auch nach neun Monaten Rückänge beim Umsatz und beim Auftragseingang hinnehmen.

Von Januar bis Ende September hat Bucher Industries 1,621 Mrd. Fr. umgesetzt. Das sind 24 Prozent weniger als in den ersten neun Monaten 2008. Währungsbereinigt betrug das Minus 18 Prozent.

Der Auftragseingang liege mit 1,289 Mrd. Fr. um 41 Prozent unter dem hohen Wert des Vorjahres, teilte Bucher mit. Die Auftragslage habe sich aber auf tiefem Niveau stabilisiert.

Alle Geschäftsbereiche seien von der konjunkturellen Lage betroffen, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Bereich Landtechnik, der Kuhn Group, seien die Geschäfte nebst der schwachen Konjunktur auch von stark fallenden Milch- und Fleischpreisen geprägt.

Bei Bucher Municipal (Kommunalfahrzeuge), mit 315,4 Mio. Fr. (-25,7 Prozent) der zweitstärkste Umsatzpfeiler, wurden die Montageaktivitäten von Deutschland in die Schweiz verlagert und die Komponentenfertigung in Lettland ausgebaut. Diese Massnahmen - inklusive Aufwände für den Sozialplan - führten zu Kosten von 10 Mio. Franken.

Bucher Process erreichte mit Produktionsanlagen für Wein und Fruchtsaft einen Umsatz von 95,3 Mio. Franken (-43 Prozent). Das Unternehmen spüre die Folgen der höhen Lagerbestände an Apfelsaftkonzentrat und den Preiszerfall. Deswegen musste Bucher in dieser Division im dritten Quartal Kurzarbeit einführen.

Für das Gesamtjahr rechnet Bucher mit Umsatzeinbrüchen in allen Divisionen zwischen 10 und 40 Prozent. Prognosen seien schwierig. Das Unternehmen geht von einer weiterhin schwachen Nachfrage aus.

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