Wirtschaft

Uhrenexporte befanden sich im Juli schon fast wieder auf Vorkrisen-Niveau

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Im Juli haben sich die Importe und Exporte nur zögerlich erholt. Am stärksten holte die Warengruppe Bijouterie und Juwelierwaren auf. Zudem wurden fast wieder so viele Uhren exportiert wie im Februar.

(gb.) Nach den ausserordentlich grossen Einbrüchen des Aussenhandels im Frühling erholten sich die Importe im Juli um 2,5 Prozent und die Exporte um 1,1 Prozent. Insgesamt beliefen sich die Importe auf 15,1 Milliarden Franken, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Mittwoch mitteilte. Exportiert wurden Waren im Wert von 17,7 Milliarden Franken. Es resultierte damit ein Handelsbilanzüberschuss von 2,6 Milliarden Franken.

Besonders die Bijouterie-Artikel und Uhren wurden wieder häufiger ins Ausland verkauft. Sie waren die Treiber des Wachstums bei den Exporten, wie die Zollverwaltung schreibt. Die Uhrenexporte wuchsen um 38,9 Prozent und beliefen sich gesamthaft auf 1,6 Milliarden Franken. Damit näherten sich die Uhren laut der Zollverwaltung fast wieder dem Niveau von Februar an. Die Gruppe Bijouterie und Juwelierwaren legte um 51,9 Prozent zu. Der Gesamtwert der Ausfuhren betrug dort 683 Millionen Franken.

Deutschland kaufte weniger ein als in den Vormonaten

Die Absatzmärkte entwickelten sich äussert unterschiedlich. Das Geschäft in Europa wuchs um gerade mal 0,8 Prozent, während Asien um 5,9 Prozent zulegte. Insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate, Hongkong und Japan kauften wieder vermehrt Waren aus der Schweiz. Der Grund für die schwache Entwicklung in Europa liegt unter anderem an rückläufigen Exportzahlen in den deutschen und spanischen Märkten. Die Exporte nach Deutschland sackten nach einem starken Mai (+6,1 Prozent) und Juni (+6,5 Prozent) auf -4,5 Prozent ein.

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