Lukas Gähwiler ist im April 2010 zur UBS gestossen. Er übernahm die Rolle als CEO UBS Schweiz als die Bank in ihrer schlimmsten Krise steckte. Der Ostschweizer, der es vom Banklehrling zum Schweiz-Chef gebracht hat, trug seither wesentlich dazu bei, dass die Grossbank in der Bevölkerung wieder akzeptiert wurde. Neben seiner Funktion als Schweiz-Chef war Gähwiler als Konzernleitungsmitglied später auch immer stärker im Bereich Fintech involviert.

Operatives Amt abgegben

Der 50jährige Banker mit den markanten blauen Augen, der vor seiner Zeit bei der Credit Suisse für das weltweite Kreditgeschäft im Private Banking zuständig war, tritt nun kürzer: Er übernimmt per 1. September 2016 die neue strategische Funktion als Chairman der Region Schweiz mit Fokus auf Kunden und die Wahrnehmung weiterer selektiver Mandate. Dies gab die Bank gestern bekannt. Auf den gleichen Zeitpunkt werde Gähwiler auf eigenen Wunsch von seinen gegenwärtigen operativen Funktionen sowie als Mitglied der Konzernleitung zurücktreten, heisst es weiter.

Neu übernimmt ein international bekanntes Schwergewicht: Martin Blessing, bis Ende April dieses Jahres CEO der deutschen Commerzbank. Während seiner 15 Jahre im Vorstand der Bank, davon die Hälfte als Vorstandsvorsitzender, hat der 52jährige das Institut entscheidend geprägt. Er hat die Bankengruppe aus der Finanzrise geführt.

Vor seiner Zeit bei der Commerzbank war Blessing bei der Dresdner Bank und der Unternehmensberatung McKinsey tätig. Im vergangenen Herbst hat er den Aufsichtsrat mit der Ankündigung überrascht, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen, so die deutsche «Frankfurter Allgemeine Zeitung». Der Ex-Commerzbanker soll zunächst operativ für das Geschäft in der Schweiz zuständig sein, Europa soll später als zusätzlicher Geschäftsbereich für Blessing hinzukommen. Dies schreibt das deutsche «Manager Magazin».

UBS-Konzernchef Sergio Ermotti, liess sich in der Medienmitteilung so zitieren: «Ich bedanke mich bei Lukas Gähwiler für die hervorragende Arbeit und freue mich persönlich, dass er UBS in seiner neuen Rolle eng verbunden bleiben wird. Mit Martin Blessing gewinnen wir für UBS einen Vollprofi mit starkem Leistungsausweis und viel Erfahrung in allen Bereichen des Geschäfts. Ich bin mir sicher, dass er unser Geschäft in der Schweiz und darüber hinaus weiter voranbringen wird.»

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