Zu diesem Schluss kommt die "Schweiz am Sonntag" in ihrer aktuellen Ausgabe. Sie begründet dies mit der neuen Konzernstruktur der Bank. Dieses Jahr wird die UBS ihr gesamtes Schweizer Geschäft in eine eigene Tochtergesellschaft, die UBS Switzerland AG auslagern, die im vergangenen Herbst in Zürich gegründet worden war. Im Gegensatz zur heutigen UBS AG wird es dieser Ländergesellschaft nicht mehr im gleichen Ausmass möglich sein, Gewinne mit Verlustvorträgen aus früheren Jahren zu verrechnen. Dies führe dazu, dass die Gewinne aus dem Schweizer Geschäft, die in früheren Jahren zwischen zwei und drei Milliarden Franken betrugen, schon bald wieder versteuert werden.

Die UBS wollte diesen Sachverhalt gegenüber der Zeitung nicht kommentieren. Die Stadt Zürich bestätigt aber die grundsätzliche Tatsache, dass die UBS Switzerland für ihre eigenen Tätigkeiten in Zürich steuerpflichtig sein werde.

Unklar ist indes, ob und in welchem Umfang die Schweizer Ländergesellschaft bereits im ersten Jahr ihrer Tätigkeit Steuern bezahlen muss. Einerseits wird auch sie allenfalls in geringem Ausmass auf Verluste zurück greifen können, die in den Vorjahren in der Schweiz anfielen. Andererseits wird die UBS zu Beginn auch Gründungskosten geltend machen können, was die steuerbaren Gewinne schmälern wird.

Klar ist indes, dass vor allem die Stadt Zürich die Steuern der Grossbank gut gebrauchen könnte, startete sie doch mit einem Budgetdefizit von 148,5 Millionen Franken ins aktuelle Jahr.