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UBS-Verwaltungsräte Marchionne und Voser treten nicht mehr an

UBS-Verwaltungsrat Sergio Marchionne (Archiv)

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UBS-Verwaltungsrat Sergio Marchionne (Archiv)

Prominente Abgänge im Verwaltungsrat der UBS: Vizepräsident Sergio Marchionne sowie Peter Voser kandidieren nicht für eine weitere Amtszeit. Das Aufsichtsgremium der Grossbank wird somit innert eineinhalb Jahren fast komplett erneuert worden sein.

Wer Marchionne und Voser ersetzt, will die UBS zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen, wie es im Communiqué heisst. Die Generalversammlung findet am 14. April 2010 statt.

Marchionne war im Frühling 2007, Voser bereits 2005 gewählt worden - also vor Bekanntwerden der Probleme, welche die Grossbank nur dank Staatshilfe überlebte.

Die Krise führte zu einem Neustart auch im Verwaltungsrat. Als einziges Mitglied mit längerer Amtszeit verbleibt Helmut Panke: Fünf Verwaltungsräte wurden an der Generalversammlung im Oktober 2008 gewählt, vier weitere stiessen Anfang 2009 dazu, darunter Präsident Kaspar Villiger. Panke, Chef von BMW, gehört dem Verwaltungsrat seit 2004 an.

Den Verzicht von Marchionne und Voser begründet die Grossbank mit der hohen Arbeitsbelastung der beiden Spitzenmanager: Der italienisch-kanadische Doppelbürger Marchionne führt den Autombilkonzern Fiat und seit kurzem auch die US-Tochter Chrysler.

Voser ist Schweizer und leitet den Erdölkonzern Shell. Die Demission Marchionnes kommt wenig überraschend, die Presse spekulierte seit längerem darüber. Marchionne und Voser waren im Verwaltungsrat Mitglied der Governance und Nominating Komitees sowie des Strategischen Komitees.

Marchionne und Voser hätten die UBS in einer schwierigen Phase mit ihrer wirtschaftlichen und unternehmerischen Kompetenz unterstützt, wird Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger in der Mitteilung zitiert. Sie hätten einen grossen Beitrag zur Stabilisierung und zum erfolgreich eingeleiteten "Turnaround" geleistet.

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