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UBS mit 564 Millionen Franken Verlust - starker Abfluss von Geldern

Schaut verhalten nach vorn: UBS-Chef Oswald Grübel

Oswald Grübel

Schaut verhalten nach vorn: UBS-Chef Oswald Grübel

Die UBS hat im dritten Quartal ihre Talfahrt zwar abgebremst, hinkt aber etlichen Konkurrenten weit hinterher. Obwohl der Verlust wesentlich kleiner ausfiel als im Vorquartal, enttäuschte das Ergebnis die Anleger. Denn erneut musste die Bank einen happigen Vermögensabfluss hinnehmen.

Unter dem Strich fuhr die UBS zwischen Juli und Ende September einen Reinverlust von 564 Mio. Fr. ein, wie die Grossbank bekannt gab. Das ist erheblich weniger als drei Monate zuvor, als noch ein Verlust von 1,402 Mrd. Fr. aufgelaufen war.

Insgesamt hat die UBS in den ersten neun Monaten den Reinverlust auf 3,941 Mrd. Fr. gedämpft, nachdem sie in der Vorjahresperiode noch ein Riesendefizit von 11,729 Mrd. Fr. aufgehäuft hatte.

Zum Vergleich: Konkurrentin Credit Suisse hat im gleichen Zeitraum einen Reingewinn von 5,9 Mrd. Fr. erzielt. Dabei hatte sie - wie auch die Wettbewerberinnen Deutsche Bank oder Goldman Sachs - von sprudelnden Erträgen im Investmentbanking profitiert.

Dies konnte die UBS nicht: Schuld an den roten Zahlen im dritten Quartal seien mehrere Faktoren, erklärte die UBS. Zusammen sorgten sie für ein Minus von 2,15 Mrd. Franken.

Der grösste Brocken war dabei ein Bewertungsverlust von 1,436 Mrd. Fr. auf eigenen Schuldtiteln - paradoxerweise, weil sich UBS-Kreditwürdigkeit verbessert hat und ihre Schulden dadurch mehr wert sind.

Die Börsianer reagierten massiv enttäuscht: Die Aktie sackte bis nach Handelsschluss um 5,8 Prozent auf 16,34 Fr. ab. Gleichzeitig lag der Gesamtmarkt SMI mit 1,25 Prozent im Minus.

Enttäuscht zeigten sie sich vor allem über die erneuten happigen Vermögensabflüsse, die sich per Saldo im dritten Quartal auf 36,7 Mrd. Fr. beliefen nach 39,5 Mrd. Fr. im Vorquartal. Analysten hatten nicht einmal halb so viel befürchtet.

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