Im zweiten Quartal 2011 schaffte die UBS nur noch 1,015 Mrd. Fr. Gewinn. Die Schuldenkrise hielt die Kunden von regen Handelsgeschäften ab, und auch der starke Franken verhinderte höhere Erträge. Vor einem Jahr hatte die UBS noch 2 Mrd. Fr. verdient, im ersten Quartal 2011 noch 1,8 Mrd. Franken.

Die UBS glaubt nicht, dass sich die Lage bald bessert. "Angesichts der grossen Veränderungen in den Märkten und wegen der Regulation sind die 2009 gesetzten Ziele nicht mehr zu erreichen", begründete Grübel den Verzicht auf seine alten Pläne.

Stattdessen muss die Bank sparen. Das Ziel, dass das Management am Dienstag bekannt gab, sind Kostensenkungen von bis zu 2 Mrd. Fr. in den nächsten zwei bis drei Jahren.

Keine Details

Die derzeit 65'000 Mitarbeiter der UBS - davon 24'000 in der Schweiz - dürften dadurch neuen Stellenabbauplänen ausgesetzt sein. Details dazu nennt die Bank nicht. "Wir können nicht einfach irgendeine Zahl rausschütteln", sagte Grübel zur möglichen Höhe zu streichender Stellen.

Spekulationen in den Medien, dass es 5000 Stellen sein könnten, liess der Konzernchef unkommentiert. Allerdings wird die Bank "bedeutende" Summen für Restrukturierungskosten reservieren. Schon im laufenden Jahr könnten diese verwendet werden müssen.

Im Moment überlege das Management, wo Kürzungen gemacht werden könnten, sagte Grübel. Vor allem wird in der Investmentbank, die seit längerem sinkende Gewinne zeigt und auch im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch verbuchte, nach Sparpotenzial gesucht. Die UBS berücksichtige aber alle Möglichkeiten des Sparens, sagte Grübel.

Bereits die Finanzkrise hatte die UBS zu Kosteneinsparungen gezwungen, was den Abbau tausender Stellen mit sich brachte. 2007, als die US-Hypothekenkrise ausbrach und damit die Finanzkrisen-Wirren für die UBS begannen, zählte der Konzern weltweit noch über 83'000 Stellen.