UBS-Affäre
UBS-Kundenberater Bradley Birkenfeld muss ins Gefängnis

Der ehemalige UBS-Kundenberater Bradley Birkenfeld muss für mehr als drei Jahre ins Gefängnis. Sein Geständnis hatte den Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA ins Rollen gebracht.

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Bradley Birkenfeld (r.) mit Anwalt

Bradley Birkenfeld (r.) mit Anwalt

Keystone

Richter William Zloch in Fort Lauderdale, Florida,hat dem geständigen Kronzeugen der US-Steuerbehörden 40 Monate Haft aufgebrummt. Der ehemalige Banker für wird vom Richter der "Verschwörung mit dem Zweck, die USA zu betrügen" für schuldig befunden, wie es im Urteil, das der Nachrichtenagentur SDA vorliegt, heisst.

Birkenfeld hat als UBS-Kundenberater reichen amerikanischen Kunden wie dem Milliardär Igor Olenicoff geholfen, Geld vor dem Fiskus zu verbergen.

Die Strafe fällt zehn Monate höher aus als selbst die Steuerbehörde IRS verlangte, der Birkenfeld zahlreiche Informationen über die unsauberen Geschäfte der UBS zuspielte. In einem Schreiben an das Gericht hatte der IRS die Dienste Birkenfelds anerkannt und den Richter um eine milde Strafe von höchstens 30 Monaten Haft gebeten.

Birkenfeld und seine Anwälte hatten argumentiert, fünf Jahre auf Bewährung reichten als Strafe, weil Birkenfeld Informationen für die Behörden weit schwerer wiegten als seine Verfehlungen. Der Prozess habe Birkenfeld zudem gezeichnet, er habe keine berufliche Zukunft und einen schwer geschädigten Ruf.

Zusätzlich zur Veruteilung klagten die amerikanischen Justizbehörden zwei weitere Schweizer Banker wegen Beihilfe zum Steuerbetrug an. Beim den neusten Fällen handelt es sich um einen Angestellten der Neuen Zürcher Bank (NZB sowie einen Anwalt aus dem zürcherischen Zollikon.

In der Anklageschrift werden die beiden insbesondere auch in Verbindung mit der mutmasslichen Schmiergeldzahlung an einen Schweizer Beamten gebracht. Von dieser Bestechung hat der amerikanische Spielwarenunternehmer Jeffrey Chernick berichtet, der im Juli gestand, die US-Steuerbehörden betrogen zu haben.

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