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UBS kann ihre wenig überraschenden Ziele laut Experten erreichen

UBS-Chef Ermotti am Investorentag in New York

UBS-Chef Ermotti am Investorentag in New York

Die UBS ist nach Ansicht von Analysten in der Lage, ihre neu gesteckten Ziele zu erreichen. Dennoch reagierten die meisten Experten ziemlich lustlos auf die Ergebnisse des Investorentages: Dafür hat die UBS zu wenig überrascht.

Die Verkleinerung der Investmentbank, wie sie Bank-Chef Sergio Ermotti am Donnerstag in New York vorstellte, war allgemein erwartet worden. Auch die stärkere Ausrichtung der Sparte auf die Vermögensverwaltung, wie sie dem Management vorschwebt, war im Vorfeld bereits Gegenstand reger Diskussionen gewesen.

Wirklich überzeugt von Ermottis Plänen sind die Bankenkenner nicht. Die Deutsche Bank schrieb am Freitag, dass die UBS in der Investmentbank nur aus 4 von 25 Geschäftsbereichen aussteigen wolle. Die britische Barclays Bank findet das Ausmass des Abbaus der Risiken von 300 auf 155 Mrd. Fr. eher enttäuschend.

Barclays beschreibt die Verkleinerung der Investmentbank als eher "zart". Zudem sei es eine Strategie, welche derzeit viele Investmentbanken anwendeten. Die Bank Wegelin aus St. Gallen kritisierte, dass die UBS erst jetzt mit der Redimensionierung der Investmentbank ernst mache.

Die Investmentbank soll bis 2016 von derzeit etwa 18'000 auf rund 16'000 Stellen verkleinert werden. Einige Analysten hatten einen grösseren Personalabbau erwartet.

Eher wenig Rendite

Ermotti will mit der UBS künftig eine Rendite auf dem Eigenkapital von 12 bis 17 Prozent erwirtschaften. Sein Vorgänger Oswald Grübel hatte lange Zeit noch 15 bis 20 Prozent angepeilt. Die neuen Ziele sind in den Augen der Analysten realistisch, wobei wiederum eine Reihe von Analysten sie auch als enttäuschend quittierten.

Freude an Dividende

Dass die UBS für 2011 wieder zur Zahlung einer Dividende von 10 Rp. pro Aktie bereit ist, freut die Analysten hingegen. Seit 2006 hat die UBS keine Bar-Dividende mehr ausbezahlt und hat auch nach der Krise häufiger betont, dass sie erst ihre Kapitalbasis stärken wolle, bevor die Anteilseigner wieder Gewinnausschüttungen bekämen.

JP Morgan geht davon aus, dass die UBS ab 2013 50 Prozent des Gewinns ausschütten wird, wobei vom Management der Grossbank am Donnerstag in New York dazu keine Angaben gemacht wurden.

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